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Nach der letzten Bestrahlung folgen üblicherweise eine Abschlußuntersuchung
und ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt. Auch die weitere
Hautpflege und sonstige Verhaltens- maßnahmen werden dabei besprochen.
Meist wird ein kurzfristiger Termin zur Kontrolluntersuchung vereinbart,
da sich Strahlenreaktionen nicht selten in den Tagen nach Behandlungsende
noch etwas verstärken können.
Die weitere Nachsorge wird "interdisziplinär" d.h. wechselweise und
in Zusammenarbeit mit Ihren behandelnden Ärzten (z.B. Hausarzt, Facharzt,
Strahlentherapeut) erfolgen. Die zeitlichen Abstände werden im ersten
Jahr relativ kurz sein und sich mit zunehmendem zeitlichem Abstand von
der Therapie verlängern. Falls Beschwerden auftauchen, sollten Sie
selbstverständlich auch jederzeit "außer der Reihe" Ihren Arzt
aufsuchen.
Wichtig: Mindestens einmal im Jahr sollte die Nachsorge bei jedem
bestrahlten Patienten unbedingt vom Radioonkologen durchgeführt
werden. Nebenwirkungen nach Bestrahlung können noch Jahre nach Behandlungsende
auftreten und werden nicht selten fehlgedeutet. Nur der Strahlentherapeut
hat die Ausbildung und Erfahrung, solche Nebenwirkungen richtig zu erkennen
und zu behandeln. Leider passiert es auch immer wieder, daß beim
bestrahlten Patienten andere Erkrankungen oder ein Tumorrückfall fälschlich
als "Strahlenfolgen" mißdeutet werden. Dies ist für den Betroffenen
dann besonders nachteilig, wenn durch solche Fehldiagnosen eine wirksame
Behandlung verzögert oder verhindert wird.
In die Nachsorge sind häufig auch apparative Untersuchungen wie Röntgenaufnahmen,
Ultraschall, Computertomographie u.ä. einbezogen. Darüber, wie
häufig diese durchgeführt werden sollten, wird Sie Ihr Arzt beraten.
Bei manchen Patienten sind auch nach Abschluß der Therapie noch psychische
Belastungen vorhanden, die alleine oder im Familien- und Freundeskreis
nicht ausreichend zu bewältigen sind. Hier kann es hilfreich sein,
sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen, in der Probleme
und Ängste mit gleichermaßen Betroffenen offen besprochen und
ausgetauscht werden können. Wichtig ist daß solche Gruppensitzungen
unter psychologischer Leitung stattfinden, die mit der entsprechenden Erfahrung
und Sensibilität die Gruppenprozesse soweit steuert, daß nicht
zusätzliche Ängste entstehen. In Einzelfällen kann auch
eine Psychotherapie sinnvoll sein.
Adressen für entsprechende Einrichtungen oder Fachkräfte erhalten
Sie meist in Ihrer behandelnden Strahlenklinik oder über Ihren Hausarzt. |